Beim Hausbau wird häufig Estrich als Fußbodenbelag verwendet. Meistens wird dieser in flüssiger Form in den einzelnen Räumen verteilt. Bevor der Estrich betreten werden kann, braucht er natürlich eine gewisse Zeit zum Trocknen und Aushärten. Die Trockenzeit ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig, welche im nachfolgenden Text erläutert werden sollen.

Verschiedene Estricharten

Prinzipiell unterscheidet man Estrich nach dem verwendeten Bindemittel, da dies der Hauptbestandteil ist. Am meisten wird Zementestrich verwendet. Er wird fließend verteilt und ist unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Deshalb kommt Zementestrich oft im Außenbereich oder Feuchträumen zum Einsatz. Weitere Arten sind Estriche aus Gussasphalt, Calciumsulfat, Magnesia oder Kunstharz. Diese Estricharten haben alle unterschiedliche Eigenschaften und werden deshalb für verschiedene Zwecke verwendet. Zementestrich ist als Bodenbelag am geläufigsten und kann auch von geübten Handwerkern verarbeitet werden.

Richtwerte für die Trockenzeit

Zementestrich hat eine relativ lange Trockenzeit. Ja nach Klima und Temperatur auf der Baustelle ist er nach etwa 3 Tagen begehbar. Voll belastbar und somit bereit für den weiteren Aufbau des Fußbodens ist er aber erst nach etwa 28 Tagen. Die Trockenzeit von Calciumsulfatestrich ist deutlich kürzer. Dieser kann wie Zementestrich nach wenigen Tagen begangen werden, ist aber bereits nach etwa 14 Tagen voll belastbar. Durch eine besonders kurze Trockenzeit zeichnet sich Gussasphaltestrich aus. Er hat schon nach 2 bis 3 Stunden seine endgültige Festigkeit erreicht und kann weiterbearbeitet werden.

Estrich richtig Auftragen

Die meisten Estriche werden als flüssige Masse aufgetragen und verteilt nachdem die Dämmmaterialien verlegt wurden. In den oberen Etagen sollte auch über eine Trittschalldämmung nachgedacht werden. sind alle Vorbereitungen getroffen wird der Estrich abschnittsweise ausgebracht und geglättet.

Davon ist die Trockenzeit abhängig

Wie bereits erwähnt ist die Trockenzeit je nach Estrichart unterschiedlich, hängt aber auch von weiteren Faktoren ab. Hier ist als erstes die Stärke der Estrichschicht zu nennen. Je mehr Estrich aufgetragen wird, desto länger ist die Trockenzeit. Weitere beeinflussende Faktoren sind die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur. Normale Raumtemperatur ist eine gute Grundlage, damit der Estrich optimal trocknen kann. Die Trockenzeit kann verkürzt werden, indem sogenannte Adsorptionstrockner eingesetzt werden.

Besonderheiten bei Fußbodenheizungen

Bei einigen Estricharten, beispielsweise bei Zementestrich, kann eine Fußbodenheizung direkt eingearbeitet werden. Dies hat den Vorteil, dass keine Zwischenräume vorhanden sind und die Wärme besonders gut übertragen werden kann. Die Fußbodenheizung sollte schon während der Trockenzeit des Estrichs genutzt werden, damit er sich an die Temperaturen gewöhnen kann und sich später keine Risse bilden. Wichtig ist zu beachten, die Temperatur langsam zu steigern und auch wieder zu senken, bis der Estrich durchgetrocknet ist.

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