Eine gute Fahrschule finden

Den Führerschein gibt es nicht geschenkt. Zeit, Mühe und Kosten müssen investiert werden. Das Resultat soll sein, dass auch Fahranfänger sich angemessen in Straßenverkehr bewegen und sich ihrer Verantwortung bewusst sind.

Mundpropaganda

Nichts spricht dagegen, sich umzuhören, was es im Bekanntenkreis für Erfahrungen mit Fahrschulen gibt. Empfiehlt jemand eine? Was hat ihr oder ihm gefallen? Daran kann man schon viel erkennen.
Andere Möglichkeit: Mal vorbeigehen und schauen, wie es dort aussieht. Wie sind die Räumlichkeiten? Kontaktfreudige dürfen auch ruhig Teilnehmende, die vom theoretischen Unterricht kommen, fragen, wie es denn hier so läuft. Ist die Stimmung gut? Und noch wichtiger: Lernt man was? Wird ein guter Unterricht gemacht?

Probestunde?

Mutige marschieren in die Fahrschule und fragen, ob sie mal dabei sein dürfen, bei der Theorie. Oder sogar bei der Praxis? Mal mitfahren? Oder, ganz verwegen, eine Probe-Fahrstunde nehmen?

Formalitäten

Ist die Fahrschule eigentlich Mitglied im Fahrlehrerverband? Die meisten sind es. Das kann schon ein Hinweis auf Seriosität sein.

Welche Zeiten sind möglich, auch für den theoretischen Unterricht? Ist der Treffpunkt für die Praxis immer an der Fahrschule oder werden noch andere Orte angeboten? Gibt es vielleicht einen Ferienkurs?

Eine gute Fahrschule ist auch daran zu erkennen, dass Fragen klar beantwortet werden, aber im Zweifel auch deutlich gemacht wird, dass nicht jede Extravaganz berücksichtigt werden kann. Wir erinnern uns: Am Ende der Ausbildung und nach erfolgreich bestandener Prüfung sollen die Fahrschüler auf den Straßenverkehr losgelassen werden können, ohne dass sie eine Gefahr für sich und andere darstellen.

Eine seriöse Fahrschule schließt mit Ihnen einen schriftlichen Ausbildungsvertrag ab. Unterschreiben Sie nichts, was Ihnen nicht vollkommen klar ist oder womit Sie nicht einverstanden sind.

Die Gesamtkosten sollen ungefähr kalkulierbar sein. Mit etwa 1500 bis 2000 Euro müssen Sie rechnen. Aber vergessen Sie nicht, dass Sie diese Ausgabe nur einmal im Leben machen müssen.

Pauschalangebote sind nicht seriös.
Fragen Sie, wie teuer die einzelne Fahrstunde ist und wie lange sie dauert. Normalerweise kosten 45 Minuten etwa 30 Euro. Etwa, denn eine Fahrschule kann ihre Preise nach Gutdünken gestalten. Eine Preistafel muss sichtbar aushängen oder zumindest problemlos zugänglich sein. Überlandfahrten, Fahrten über die Autobahn und solche bei Nacht, also im Dunkeln, dauern manchmal länger und sind damit teurer. Es entstehen auch andere Kosten: Eine Grundgebühr wird erhoben, eventuell müssen Sie Lehrmaterialien bezahlen, ganz sicher Prüfungsgebühren. Und natürlich eine eventuelle Nachschulung bei Nichtbestehen.
Erkundigen Sie sich sehr genau. Manche Fahrschulen werben mit einem günstigen Preis für die Fahrstunden, stellen aber Mehrwertsteuer, Versicherung oder Bearbeitungsgebühren in Rechnung und/oder verlangen Vorauszahlungen, ohne das vorher klar zu sagen. Eine seriöse Fahrschule erkennen Sie auch an nachvollziehbarer Preisgestaltung.

Der Fahrlehrer weiß, wann Sie genug können, um bei der Prüfung eine reelle Chance zu haben. Drängen Sie ihn nicht, versuchen Sie nicht, am falschen Ende zu sparen. Wenn Sie zu wenige Fahrstunden nehmen und dann durch die Prüfung rasseln, zahlen Sie am Ende drauf.

Fahrlehrer

Ist es immer die selbe Person, die Sie bei der Praxis unterrichtet? Oder gibt es einen ständigen Wechsel? Es sollte eine gewisse Kontinuität herrschen, obwohl es nicht schadet, auch mal eine Stunde einen anderen Lehrer oder eine andere Lehrerin zu haben. Sie oder er hat vielleicht eine andere Methode oder weist Sie auf andere Dinge hin.

Bedenken Sie, dass Sie eine gewisse Anzahl von Stunden (ca. 30) mit der Lehrkraft auf engem Raum verbringen werden. Ohne ein Mindestmaß an Sympathie und Vertrauen geht es nicht. Pädagogisches Geschick ist sehr hilfreich. Sie lernen nicht gut und gern, wenn Sie ständig zur Schnecke gemacht werden, oder?

Zu guter Letzt

Ja, Sie können die Fahrschule wechseln, wenn es gar nicht passt.
Die Gründe müssen Sie nicht einmal mitteilen. Sie haben Anspruch auf eine Bestätigung der Stunden und Sonderfahrten, die Sie bereits absolviert haben. Eventuell zu viel gezahltes Geld bekommen Sie selbstverständlich zurück.

Fazit: Erkundigen Sie sich sehr genau. Stellen Sie lieber zehn Fragen zu viel als eine zu wenig.

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