Welche Teilbereiche umfasst das Versicherungsrecht?

Die wichtigsten Teile davon sind das Personenversicherungsrecht und das Sachversicherungsrecht, wobei zum Letzteren die Einbruch-, die Fahrzeug-, die Feuer- und die Gebäudeversicherung gehören. Von Bedeutung sind auch solche Rechtsschutzgebiete wie die Haftpflichtversicherung, Rechtsschutzversicherung, Speditionsversicherung, Vertrauensschadenversicherung und einige kleinere Teilgebiete.

Was genau tun Spezialisten für Versicherungsrecht?

Sie können entweder auf der Seite der Versicherten oder aber auf der Seite der Versicherungsfirmen agieren. Im ersten Fall helfen sie Versicherten, ihre Ansprüche aus dem Vertrag durchzusetzen. Außerdem können Rechtsspezialisten ihren Mandanten helfen, ihren Vertrag zu kündigen, wenn seine Bedingungen dem Kunden nicht oder nicht mehr gefallen. Dabei achten Rechtsspezialisten darauf, dass dem Mandanten durch die Kündigung möglichst keine Schäden oder Nachteile entstehen. Wenn Spezialisten für Versicherungsrecht von Firmen engagiert werden, dann verhindern sie vor allem Versicherungsbetrugsfälle. Und bei Streitereien mit Versicherten legen sie den Text des Versicherungsgvertrages zugunsten ihrer Versicherungsgesellschaft aus. Aber in beiden Fällen müssen sie die aktuelle Gesetzgebung zum Thema Versicherungsrecht interpretieren.

Ist der Bedarf an Versicherungsrechtspezialisten groß?

Ja, denn durchschnittlich entfallen auf einen Bundesbürger mehr als 10 Versicherungsverträge. Daher ist der Beratungs- und Interpretierungsbedarf recht groß. Außerdem werden in Deutschland pro Jahr mehr als 20 Millionen Gerichtsprozesse angestrengt, wobei die meisten davon ausgerechnet das Versicherungsrecht tangieren. Daher findet jeder Spezialist für Versicherungsrecht einen guten Job mit bis zu 80000 Euro Jahresgehalt.

Welche Voraussetzungen muss ein Anwärter erfüllen?

In erster Linie muss er sein Abitur in der Tasche haben und Latein in diesem vorweisen können. Außerdem muss er lernfähig und neugierig sein, damit sein Studium zügig vorangeht. Nicht weniger wichtig ist es, dass seine Neugierde auch nach dem Abschluss des Studiums vorhanden bleibt. Denn die Gesetzgebung ändert sich ständig, weshalb der Spezialist für Versicherungsrecht alle Neuerungen lesen muss, um stets auf dem Laufenden zu sein. Abgerundet wird das Profil des idealen Kandidaten durch Geduld, ausgeprägtes Interpretationsvermögen und flexibles Denken, weil diese Eigenschaften für die Interpretationstätigkeit und die Durchsetzung der Interessen von Mandanten unentbehrlich sind.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, damit man die Bezeichnung „Fachanwalt“ bekommt

In erster Linie muss der Kandidat 6-jährige Tätgekit und mindestens 3-jährige Zulassung nachweisen können. Von Bedeutung sind auch Nachweise besonderer theoretischer und praktischer Kenntnisse. Schließlich ist es notwendig, den entsprechenden Antrag zu stellen. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, erhält der Antragsteller von der zuständigen Rechtsanwaltskammer die Berechtigung, die Fachanwaltsbezeichnung zu führen.

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